Der Bandoneonist André De Luz

Felicitas Pekarek


André de Luz ist deutscher Abstammung und gerade in der Wiege des Bandoneons, nächst Carlsfeld geboren und aufgewachsen. Sein Vater, ein guter Bandoneon-Amateur, erteilte dem Sohn schon im Alter von 8 Jahren Unterricht auf einem wechseltönigen Instrument und bald überflügelte der äusserst begabte Junge seinen Lehrmeister und dessen Musikerkollegen. Sein Interesse richtete sich schliesslich mehr auf eine pianistische Laufbahn und erhielt er seine erste diesbezügliche Ausbildung am R. Schumann Konservatorium in Zwickau, studierte weiter bei Prof. Ludwick Stefanski in Krakau und bei Prof. Dieter Zechlin an der Hochschule für Musik in Berlin, deren Lehrkörper er bis 1981 angehörte. Während seiner Studienzeit an der Hochschule wählte er als zweites Instrument das Bandoneon, jedoch in gleichtöniger Ausführung, unter der Leitung von Prof. Arno Kern. Nach Abschluss des Studiums legte er das Bandoneon beiseite, um es nur noch zu Familienfeiern hervorzuholen, und widmete sich ausschliesslich der Teilnahme an zahlreichen internationalen Wettbewerben und einer regen Konzerttätigkeit in der Deutschen Demokratischen Republik und den anderen damaligen Ostblockländern. Bis zu seiner Übersiedlung nach Österreich 1984, im Zuge einer Familienzusammenführung und der Intervention seitens des österreichischen Staatspräsidenten, war ihm jegliche Ausreise ins westliche Ausland, ohne Angaben von Gründen seitens des Ministeriums, strikt verweigert worden.

Kurz nach seiner Ankunft in Wien, wurde er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst aufgenommen, an der er noch immer tätig ist.

1995 hatte er Gelegenheit bei einem Bandoneonamateur in Wien, einige Cassetten von guten argentinischen Spielern anzuhören und so erwachte in ihm der Wunsch, sich erneut dem Instrument zu widmen. Das wechseltönige AA-Einheitsbandonion, auf dem er seinen ersten Unterricht erhalten hatte, erwies sich ihm als viel geläufiger, als das gleichtönige, und, von Begeisterung für die entdeckten Möglichkeiten getrieben, stellte er nicht nur seinen konstanten Fleiss, sondern auch seine staunenswerte Begabung erneut unter Beweis. Bereits am Ende des selben Jahres wurde er von seiner Agentur für das Burgtheater in Wien engagiert. Einige Monate später spielte er im Wr. Musikverein in Kontrapunkte unter dem Dirigenten Peter Keuschnigg. Es folgten ein Faschingskonzert mit dem ORF-Symphonie-Orchester unter D. D. Russel, die Mitwirkung bei den Salzburger Festspielen 1998, usw. Derzeit ist A. De Luz mit den Aufnahmen einer CD der Drei-Groschen-Oper, gemeinsam mit dem EnsembleModern aus Frankfurt und den Interpreten Nina Hagen, Winnie Böwe, Sona MacDonald, Max Raabe u.a., unter der Leitung von Nali Gruber, für die RCA, beschäftigt.

André De Luz unterscheidet sich darin von anderen Bandoneon-Virtuosen, als er seine eigene Linie verfolgt, die sowohl Klassik, als auch Barock, Romantik und gehobene Unterhaltungsmusik umfasst und er, als Vollblutmusiker, jedoch auf allen Ebenen, also auch im Tango und zeitgenössischer Musik, zu Hause ist. Seine unglaublich bravouröse Technik geht nie zu Lasten der Musikalität seiner Interpretationen, sondern bringt diese erst richtig zum Ausdruck. Unzweifelhaft ist ihm dabei auch sein ausgezeichnetes Niveau als Pianist, das auch den höchsten Ansprüchen gerecht wird, dienlich.

André De Luz wird in Exklusiv-Management vertreten durch:

F. PEKAREK
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last update: 2017-12-04
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